Unsere systemische Arbeit ist aus unserer persönlichen Suche nach einer sinnvollen Ganzheit des Lebens erwachsen. Auf diesem Wege sind wir, Monica und Gerhart Streicher, uns begegnet.
Beide waren wir beheimatet in der Katholischen Kirche, mit ihrer besonderen ökumenischen Prägung in der DDR. Starke, herausfordernde Impulse erhielten wir auch durch unsere vielfältigen Besuche bei engagierten Christen in den östlichen Nachbarländern Tschechoslowakei, Polen und Rumänien.
Wir waren selbst angeregt und engagiert in der menschlichen Öffnung des kirchlichen Lebens. Diese menschliche Wärme und Weite wollten wir auch in andere Lebensbereiche tragen.
Ein Reifungsschritt war die Erkenntnis, dass neue Wege für uns auch als Frau und Mann damals zu einer mehr distanzierten Beziehung zur Kirche führen mussten. Andererseits erleben wir heute an uns selbst eine Kontinuität in der Haltung des Vertrauens und der Achtung vor Verschiedenheit. Aus diesem unseren besonderen Weg ergab sich ein Grundthema unserer Arbeit, Polaritäten verschiedener Art zu einer spannungsvollen Ganzheit zu führen.
In unserer Arbeit orientieren wir uns an dem entwicklungs- und wachstumsorientierten Modell nach V. Satir und nutzen den konstruktivistischen Denkansatz. Wir integrieren Methoden der humanistischen Psychotherapie, wie der Gesprächspsychotherapie, der Transaktionsanalyse und verschiedener Ansätze psychotherapeutischer Körperarbeit. Bereichert haben uns auch die Erfahrungen der Bindungstheorie, der Traumatherapie und die phänomenologische Betrachtungsweise.